Die Zeit verfliegt fiel zu schnell, Erlebnisse der besonderen Art haben kaum Zeit, sich zu setzen - und eh wir uns umsehen liegen wir in der Gruft und hatten dabei doch noch soviel vor.
We should remember to slow down more often, maybe we will.
There's a lotta good things coming our way right now.
A lotta bad had passed but we survived the breakdowns.
All is forgiven, water under bridges now.
The gaslight anthem - Boomboxes & dictionairies
Fahren, immer nur fahren, aus den Boxen wummert der Beat und alles fällt ab, all die sägenden Gedanken, all das Drehen deines Hirns, all die Idiotien eines Daseins, die dir jeden klaren Gedanken verkleistern. Die dir die vermeintlichen Notwendigkeiten des Alltags schmackhaft machen sollen und dich doch nur verblöden lassen, Wolken ziehen vorüber, der Tag zur Nacht, die Nacht zum Tag.
Everything these days seems to be some kind of signNo one cares anymore where you've been
So you find a quiet place to shed that old skin
You won't need it again
New Model Army - Orange Tree Roads

www.hobokollektiv.net
Der Blick zurück:
Eben noch eine Lesung in Halle, Übernachtung in einer kleinen Pension, rauf auf die Autobahn, nach 400km runter von der Autobahn, Abfahrt F-Ost, Bornheimer Hang, das Schneechaos ließ auf sich warten, Mikrofon an: Eintracht Frankfurt begrüßt sie ganz herzlich zum 14. Spieltag in der Regionalliga Süd. 90 Minuten später: Zwei Tore der Eintracht U23, keines des KSC II, Spitzenreiter und das erste Spiel von Alexander Krük für die Eintracht. Abbauen, heim, ausruhen - der Husten hörte sich nicht gut an.
Als ich am Samstag morgen aufwachte, merkte ich, dass ich nicht in der Reih' bin, wie meine Oma zu sagen pflegte, draußen ist's kalt, ungemütlich und eigentlich hätte ich nichts dagegen gehabt, mich mit Tee und Lebkuchen vor den Fernseher zu knallen und mich auszuruhen - und ich hätte es sicherlich auch gemacht, wenn nicht die Eintracht spielen würde. Ich glaube, die letzten Heimspiele habe ich verpasst, als ich im Winter 2004 in Indien weilte, die SGE holte Punkt um Punkt - und erst als ich wieder im Lande war verlor die Eintracht drei Tage später in Lautern. Wäre ich damals bloß länger geblieben.
Wir fuhren so gegen 14:00 in Richtung Louisa, so wir es eigentlich immer machen, Pia steuerte den Golf während ich daneben kauerte, warm eingepackt, seit langem mal wieder mit Schal und Mütze und Handschuh. Als wir unser Ziel erreichten, wartete Daddy schon auf uns; der kleine Mitsubishi-Jeep parkte an gewohnter Stelle, wir gesellten uns dazu und marschierten durch die Unterführung (in welcher wohl Frankfurts einzige Tropfsteine zu bestaunen sind) am Fanhaus vorbei durch den Wald Richtung Stadion.
Viel war im Verhältnis zu sonst nicht los, aber in den letzten Jahren haben sich die Dinge geändert, ich glaube nicht, dass in der Geschichte bei viel mehr Spielen gegen Hannover mehr als die später bekannt gegebenen 39.800 Zuschauer anwesend waren. Eintracht Frankfurt gegen Hannover 96 - ein Spiel des Mittelmaßes, 12. gegen 13. - aber so langsam scheint sich der WM-Hype wieder zu relativieren und wer weiß, möglicherweise gibt es ja im nächsten Jahr auch wieder Dauerkarten für diejenigen, die sich für die Eintracht interessieren - auch wenn der Erfolg ausbleibt, der Erfolg, der sich an den eigenen Erwartungen misst; Erwartungen, die nicht zwingend viel mit der Realität der Frankfurter Eintracht im Herbst 2008 zu schaffen haben müssen.
Während unsere Nummer Drei, Aaron Galindo es nicht geschafft hatte, rechtzeitig vom
Länderspiel in Mexico an den Main zurück zu kommen und entsprechend nicht im Kader war, so wurde unserer Nummer 30, Caio, die Ehre zu Teil, in der Anfangsformation zu stehen. Deuteten zunächst die kurzen Hosen beim Aufwärmen schon darauf hin, so gab die Startaufstellung des Stadionsprechers endgültige Gewissheit. Der Stadionsprecher, der es übrigens versäumte, Alex Vasoskis Platz auf der Bank zu verkünden.
Da ihr in den üblichen Zeitungen, Foren und Blogs jede Menge Details zum Spiel lesen könnt, beschränke ich mich aufs Wesentliche.
Mein Daddy musste ausnahmsweise früher gehen und Pia fiel ein, dass möglicherweise zu Hause noch eine Kerze brennt. Egal, da ändern auch zwei Minuten nichts mehr daran. Wir blieben. Und wurden mit dem 4:0 durch Fenin belohnt. Abpfiff.
Wir hasteten aus dem Stadion, durchfroren, und eilten kalten Fußes durch den Wald. Zuhause angekommen stellten wir fest, dass die Kerze natürlich aus war. Aber das Feuer der Eintracht brannte wieder. Andersrum wäre es schlimmer.
Eigentlich wollte ich ja mal wieder in die Bembelbar, die am Abend im Backstage geplant war. Aber zuviel ist zuviel - ich liege flach. Tee, Lebkuchen, Fernsehen. Und ein Dach über dem Kopf.

Das Foto der Wolkenstraße durfte ich dankenswerter Weise dem wunderbaren Blog vom Fritsch entnehmen, dort gibt es noch viel mehr dieser Art, schaut es euch an, das Hobokollektiv.
Eben noch eine Lesung in Halle, Übernachtung in einer kleinen Pension, rauf auf die Autobahn, nach 400km runter von der Autobahn, Abfahrt F-Ost, Bornheimer Hang, das Schneechaos ließ auf sich warten, Mikrofon an: Eintracht Frankfurt begrüßt sie ganz herzlich zum 14. Spieltag in der Regionalliga Süd. 90 Minuten später: Zwei Tore der Eintracht U23, keines des KSC II, Spitzenreiter und das erste Spiel von Alexander Krük für die Eintracht. Abbauen, heim, ausruhen - der Husten hörte sich nicht gut an.
Als ich am Samstag morgen aufwachte, merkte ich, dass ich nicht in der Reih' bin, wie meine Oma zu sagen pflegte, draußen ist's kalt, ungemütlich und eigentlich hätte ich nichts dagegen gehabt, mich mit Tee und Lebkuchen vor den Fernseher zu knallen und mich auszuruhen - und ich hätte es sicherlich auch gemacht, wenn nicht die Eintracht spielen würde. Ich glaube, die letzten Heimspiele habe ich verpasst, als ich im Winter 2004 in Indien weilte, die SGE holte Punkt um Punkt - und erst als ich wieder im Lande war verlor die Eintracht drei Tage später in Lautern. Wäre ich damals bloß länger geblieben.
Wir fuhren so gegen 14:00 in Richtung Louisa, so wir es eigentlich immer machen, Pia steuerte den Golf während ich daneben kauerte, warm eingepackt, seit langem mal wieder mit Schal und Mütze und Handschuh. Als wir unser Ziel erreichten, wartete Daddy schon auf uns; der kleine Mitsubishi-Jeep parkte an gewohnter Stelle, wir gesellten uns dazu und marschierten durch die Unterführung (in welcher wohl Frankfurts einzige Tropfsteine zu bestaunen sind) am Fanhaus vorbei durch den Wald Richtung Stadion.
Viel war im Verhältnis zu sonst nicht los, aber in den letzten Jahren haben sich die Dinge geändert, ich glaube nicht, dass in der Geschichte bei viel mehr Spielen gegen Hannover mehr als die später bekannt gegebenen 39.800 Zuschauer anwesend waren. Eintracht Frankfurt gegen Hannover 96 - ein Spiel des Mittelmaßes, 12. gegen 13. - aber so langsam scheint sich der WM-Hype wieder zu relativieren und wer weiß, möglicherweise gibt es ja im nächsten Jahr auch wieder Dauerkarten für diejenigen, die sich für die Eintracht interessieren - auch wenn der Erfolg ausbleibt, der Erfolg, der sich an den eigenen Erwartungen misst; Erwartungen, die nicht zwingend viel mit der Realität der Frankfurter Eintracht im Herbst 2008 zu schaffen haben müssen.
Während unsere Nummer Drei, Aaron Galindo es nicht geschafft hatte, rechtzeitig vom
Länderspiel in Mexico an den Main zurück zu kommen und entsprechend nicht im Kader war, so wurde unserer Nummer 30, Caio, die Ehre zu Teil, in der Anfangsformation zu stehen. Deuteten zunächst die kurzen Hosen beim Aufwärmen schon darauf hin, so gab die Startaufstellung des Stadionsprechers endgültige Gewissheit. Der Stadionsprecher, der es übrigens versäumte, Alex Vasoskis Platz auf der Bank zu verkünden.Da ihr in den üblichen Zeitungen, Foren und Blogs jede Menge Details zum Spiel lesen könnt, beschränke ich mich aufs Wesentliche.
- Tor nach Standard: Ecke Steinhöfer, Flugkopfball Liberopoulos, 1:0
- Tor nach Flanke Finks, Fenins Kopfball der ins Feld zurückprallt und von Russ köpflich versenkt wird, 2:0
- Zusammenprall Nikolovs mit Hanke. Leichtes Humpeln.
- Fenin setzt sich über Außen durch, spielt den Ball aber nicht zum wartenden Liberopoulos, welcher ihm erklärt, wie es besser geht.
- Nach der Halbzeit kommt Pröll für Nikolov. Dieser hat einen Sehnenanriss und fällt lange aus.
- Hanke und Bellaid gehen im Frankfurter Strafraum zum Ball, alles erwartet Ecke. Der Schiri gibt ... Elfer für Hannover. Die Debatten vom Stuttgart-Spiel wiederholen sich, der Linienrichter erklärt seine Sicht der Dinge, der Elfer wird zurückgenommen.
- Fenin erkämpft sich den Ball, zeigt, dass er aufgepasst hat, passt zu Liberopoulos. Dieser zeigt uns, wer gelernt hat: Fenin - 3:0
Mein Daddy musste ausnahmsweise früher gehen und Pia fiel ein, dass möglicherweise zu Hause noch eine Kerze brennt. Egal, da ändern auch zwei Minuten nichts mehr daran. Wir blieben. Und wurden mit dem 4:0 durch Fenin belohnt. Abpfiff.Wir hasteten aus dem Stadion, durchfroren, und eilten kalten Fußes durch den Wald. Zuhause angekommen stellten wir fest, dass die Kerze natürlich aus war. Aber das Feuer der Eintracht brannte wieder. Andersrum wäre es schlimmer.
Eigentlich wollte ich ja mal wieder in die Bembelbar, die am Abend im Backstage geplant war. Aber zuviel ist zuviel - ich liege flach. Tee, Lebkuchen, Fernsehen. Und ein Dach über dem Kopf.

Das Foto der Wolkenstraße durfte ich dankenswerter Weise dem wunderbaren Blog vom Fritsch entnehmen, dort gibt es noch viel mehr dieser Art, schaut es euch an, das Hobokollektiv.
