Freitag, 9. Januar 2009

Der eingebimste Handschlag


Nun ist es also amtlich, ihr habt ein neues Wort des Monats gewählt - und wie es der Brauch so will, wurden eneut zwei daraus. Herzlichen Glückwunsch Handschlag und herzlichen Glückwunsch eingebimst. Die Wahlbeteiligung war enorm, nahezu 98% von möglichen 100% gaben ihre Stimme ab, die sich im Ergebnis wie folgt aufteilten:

  • 35% Handschlag
  • 35% eingebimst
  • 17% fantastisch
  • 11% Übergewicht

Dass die Anzahl der abgegebenen Stimmen gerademal siebzehn betrug, ist kein Grund an der objektiven Repräsentativität zu zweifeln; wie Kid schon schrieb, relativiert auch bei politischen Wahlen kein Gewinner sein prachtvolles Ergebnis durch den dezenten Hinweis, dass die Wahlbeteiligung schlappe 25% betragen hat. Wer nicht gegen mich ist, ist für mich.

Während der Handschlag seit gefühlten Jahrhunderten stets dann zum Thema wird, wenn eine Vertragsverlängerung mit dem Trainer der Eintracht, Friedhelm Funkel, ansteht so ist das Wort eingbimst in Übersetzung offensichtlich traditioneller Bestandteil der griechischen Sprache. Nur so lässt sich erklären, dass unsere Nummer zehn, Nikos Liberopoulos, in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau jenes Wörtchen zu gebrauchen schien. Ich finde dies ja fantastisch. Dass der Handschlag und auch eingebimst ein leichtes Übergewicht gegenüber den anderen Optionen erhielten mag daran liegen, dass der Laktattest erst im Januar erneut in unser Bewusstsein gekrochen ist. Welche Bedeutung dies dann in einer künftigen Umfrage haben wird, steht in den Sternen. Ebenso weshalb wir jedes Jahr Sondersendungen zum Wetter im Fernsehen haben. Egal, ob der Winter nun kalt oder warm ist. Das Wetter ist wechselhaft, das könnte auch an der Wechselbörse liegen, die derzeit geöffnet hat. Wenn irgendwann einmal ausgebimst eine tragende Rolle spielen sollte, gebe ich euch Bescheid. Bis dahin: Ski und Rodel gut.

Kommentare:

  1. Ich schwankte gestern Abend zwischen dem Handschlag und eingebimst, entschied mich dann nach kurzem Zögern für "eingebimst". 6:6 stand als Ergebnis und ich dachte, ok, dieses Mal ändere ich meine Stimme nicht, sonst gehe ich noch als "Umfragemanipulator" in die Geschichte ein. ;-) Die nächste Stimme entscheidet, sagte ich mir, und das hätte sie ja auch getan.

    Ihr seht: Hier zählt eure Stimme, Leute. Geht wählen, äh abstimmen, öhm, einfach klicken. Fertig. :-)

    Eingebimst hat Liberopoulos das mit dem eingebimst der Otto. Der sagt das so lange, kein Dolmetscher kann´s richtig übersetzen, bis du da stehst und sagst: "Aah! Eingebimst!". Das merkst du dir, wie andere sich Kindergarten merken, weil´s seltsam oder schön klingt - wer weiß das schon? Schön wird es dann, wenn du in einem Interview den Fragesteller mit diesem Wort so irritierst, dass er zwei Mal nachfragen muss, ob er richtig gehört hat: "Eingebimst??"

    So war das und nicht anders, ganz bestimmt. Das ist Fakt, eingebimster sozusagen.

    Lieber Gruß und danke für den kurzweiligen Eintrag
    Kid

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  2. bitteschön :-)

    den umfragemanipulator hätte ich beinahe gegeben, ich hätte ja gerne "eingebimst" als alleinigen spitzenreiter gehabt - aber umfrage ist kein wunschkonzert.

    machs gut

    beve

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  3. Nun, ich hätte auch gerne Handschlag vorne gesehen und habe dafür gestimmt. Mir fiel dann aber gestern schon auf, daß Tradition auch hier nicht gebrochen wird und es wieder auf eine Zweierlösung hinaus laufen würde.

    Nun dann soll es so sein: Wahl ist Wahl und ändern gilt eigentlich sowieso nicht. Um Ekel-Alfred zu zitieren: Man kann doch nicht erst einen notorischen Sozialdemokraten wählen und nachher so tun als würde einen das Ganze nichts angehen. Nicht Originalton aber zumindest sinngemäß wiedergegeben.

    Viele Grüße,
    Fritsch.

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  4. handschlag - tja, im moment sieht's so aus als käme es nicht zu solchem.

    die lage ist und bleibt prekär - das behaupte ich seit wochen!!!

    die diva lebt!

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  5. An diese "Diva" habe ich mein Herz nicht nicht verloren, Pia. Ich sehe auch nichts divenhaftes im Augenblick, nicht einmal ein zänkisches Weib. Machtpolitische Spielchen sind immer noch eine Männerdomäne. Und ich find sie eklig.

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  6. ja, was grad abgeht ist mir nicht ganz verständlich, man wünschte, es käme zu einem faustschlag. deshalb konnte der handschlag nicht alleiniger sieger sein.

    wal ist wal :-)

    viele grüße

    beve

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