Sonntag, 28. Februar 2010

Heimspiel in Stuttgart


Eben noch Dortmund, dann Hamburg und nun schon Stuttgart - das dritte Auswärtsspiel im Februar lag an; eigentlich war sogar die Partie der U17 beim gleichen Gegner am Samstag terminiert, so dass Interessierte sich quasi ein Vorspiel hätten anschauen können - wenn es nicht kurz zuvor aus obskuren Sicherheitsgründen auf den Sonntag verlegt worden wäre. Die Eintracht gewann dieses Spiel heute sogar mit 2:1 und hielt damit den direkten Konkurrenten in Schach, soviel vorneweg.

Da Pia am Samstag im Museum die Stellung hielt, hatte ich mich mit Stefan verabredet, der nicht nur eine Eintrittskarte für mich hatte, sondern auch eine Mitfahrtgelegenheit anbot. Und so trafen wir uns um 11 Uhr an der Rothschildallee unweit vom Backstage. Eifrige Ordnungshüter notierten emsig Strafzettel für Falschparker; dass der Wagen der Aufpasser ebenfalls im Halteverbot parkte, sei hier nur als Randnotiz angemerkt.

Die Wege waren seit gefühlten Jahrzehnten von Schnee und Eis befreit, die Sonne blinzelte durch den aufplatzenden Himmel und wir rollten auf die Autobahn. Noch am Donnerstag hatten wir uns im Museum gesehen, als die Veranstaltung zur Fanszene der neunziger Jahre anstand - was natürlich für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Demnächst werde ich mich sicher an die Arbeit machen, und über den Abend hier in aller Ausführlichkeit berichten; immerhin war es ein spannendes Jahrzehnt: Fußball 2000, Uefa-Cup-Reisen, Rostock, Heynckes, Abstieg, Gründung der UF97, beginnendes Internet, Aufstieg, Fjörtoft - einige Stichworte mögen an dieser Stelle genügen.

Nach all den Wochen des Eises und Schnees hüpfte das Herz im Leibe, als Frühlingsboten durch die Luft flatterten obwohl wir an Mannheim (SAP-Arena) und Sinsheim (SAP-Arena) vorbei rauschten. Weinberge vor Heilbronn, Abfahrt zur A81, Zuffenhausen, Stuttgart, Stau.

Noch vor wenigen Jahren mussten sich die Autofahrer über den berühmt-berüchtigten Pragsattel nach Cannstatt quälen, nun führte uns ein Tunnel flott hindurch. Kurz vor der Wilhelma erblickten wir Tageslicht und fuhren nun an Stuttgarts Zoo entlang. Lange Schlangen vor den Kassen zeigten, dass die Schwaben den Frühlingsanfang aktiv verbringen wollten, während wir nach einigen Kilometern in Sichtweise zum Stadion den Wagen an einem Aktivspielpatz parkten und uns zu Fuß in Richtung Fußball aufmachten.

Der Neckar floss trübe durch die Stadt, ein Kanute in rotem Kanu paddelte einsam im Wasser, während wir durch die freundliche Sonne marschierten um über die Brücke zum Stadiongelände zu gelangen. Stuttgart und Mercedes Benz - Straßen, Stadien, Autos und sogar die Kinder dürfen hier diesen Namen tragen. Und wer nicht Gottlieb, Daimler, Mercedes oder Benz heißt, der heißt Fritzle. Oder Thorschten - wie sich später zeigen sollte.

Zunächst aber zeigten die Parkplätze eine rechte Leere und das Stadiongelände sich als irgendwie steril. Die Porsche-Arena protzte neben dem Stadion, dazwischen das Carl-Benz-Center - Hochglanzödnis ohne Charme; ähnlich die Gastronomie - scharf bewacht durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Wir begannen, das Stadion zu umrunden, wanderten an Souvenirständen vorbei und erkannten nun die Baustelle der Untertürkheimer Kurve im Süden des Stadions.

Gegenüber lag ein Imbiss, im Angebot Worscht und Bier und dort trafen wir auf Stefans Freunde, die extra aus Zürich angereist waren. Ich versuchte ein paar Stuttgarter in ein freundliches Geplauder zu verwickeln - und was noch in Hamburg quasi Pflicht war, führte hier zu Blicken, als hätte ich vorgeschlagen, kleine Kinder zu verprügeln. So isser, der Schwob.

Wir verlagerten nun den Ort des Geschehens ein paar Meter weiter zur Gaststätte des Polizeisportvereins und beobachteten ein munteres Treiben von Stuttgarter und Frankfurtern Fans, während zwei Jugendmannschaften, sich ihren Weg zum angrenzenden Sportplatz bahnten. Später sollten wir erfahren, dass der Zutritt für Frankfurter hier nahezu erkämpft werden musste; hieß es noch in der offiziellen Mitteilung seitens der Polizei, dass jene Gaststätte explizit als Treffpunkt für Eintrachtler ohne Karte ausgewiesen wurde, so wollten die Kollegen vor Ort davon nichts wissen. Heidenei.

Ab nun begann Auswärtsfußball, will sagen, dass der kurze Weg zum Gästeeingang künstlich versperrt war. Wir mussten statt dessen einmal im Karrée laufen, um nur wenige Meter vom Ausgangspunkt entfernt hinter einem Zaun zu landen. Schattig war's, ungemütlich dazu und der Zugang zum Stadionbereich nur mit gültiger Eintrittskarte möglich. Vor den wenigen Eingängen stapelten sich die Eintrachtfans, die nach intensiver Kontrolle unterhalb der Gegentribüne zu ihrem Bereich geführt wurden, der ob des Umbaus sich am äußersten Rand der Cannstatter Kurve befand. Der VfB hatte Karten zu unterschiedlichen Preisen verkauft, die einen als Sitz-, die anderen als Stehplätze; dem Ordnungsdienst aber war es egal, wer wo hin ging. Dass alle stehen würden, war klar - dass die einen aber 15, die anderen 25 Euro dafür gezahlt hatten eine Frechheit.

Und damit sind wir schon bei einem der zentralen Themen, die ein Auswärtsspiel in Stuttgart charakterisieren. Frechheit. Und da will ich das Maskottchen Fritzle sogar ungeschoren davon kommen lassen, ihr wisst, seit Emma sehe ich die Dinge gelassener.

Eine Frechheit sind nicht nur unterschiedliche Preise für die gleichen Plätze oder die Divergenz zwischen Ansage und Ausübung polizeilicher Handhabung. Eine Frechheit ist es, nahezu während des gesamten Spieles über die Anzeigetafel Werbung laufen zu lassen (Spätzlepartner des VfB ist...) sondern auch der Stadionsprecher, der gegen Ende des Spiels gleich einem Marktschreier die Fans zum aktivem Mitmachen bewegen wollte. Hoch interessant war auch die Durchsage nach wiederholtem Böllerwurf. Dass die Dinge nichts beim Fußball verloren haben ist klar; wenn der Stadionsprecher aber darauf hinweist, diese bitteschön nicht in den Innenraum zu werfen, staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, denn was bliebe übrig? Genau, die gegnerische Kurve - oder die eigene. Na denn ...

Sport:

Die Eintracht begann mit Jung an Stelle von Franz, dessen Trainingsverletzung einen Einsatz nicht zugelassen hatte und statt dem gelbgesperrten Teber lief Caio von Beginn an auf. Schon nach wenigen Sekunden hatte Jung die Führung auf dem Schlappen, verzog aber. Fortan entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne zwingende Chancen. Die Eintracht zeigte sich insgesamt zu fahrig, Altintop zog weite Kreise und Caio? Der setzte im Strafraum der Schwaben nach, eroberte sich das Leder, schaute kurz auf und passte zum freistehenden Köhler, der problemlos zu unser aller Freude einschob.

Die letzten waren noch am Jubeln, da hatte Cacau schon für den Ausgleich gesorgt. Nikolov ging bei einer Flanke nicht aus dem Kasten und der Brasilianer köpfte unbedrängt sein sechstes Tor im dritten Spiel im Laufe der Woche für den VfB. Die Cannstatter feierten den Treffer mit Rauch und gleißenden Kunstlicht, einige Böller rummsten und es war wie so oft: Wenn es gegen Frankfurt geht, muss jeder zeigen, was er kann. Damit nicht genug zimmerte Cacau nur wenige Minuten später die Kugel sogar zur Stuttgarter Führung ins Netz. Halbzeit.

Über die Anzeigetafel flimmerten kleine Spots, die vor dem Spiel gedreht wurden; Stichwort: Fan des Tages. I bin de Thorschten und i bin dr Fen desch Tages weil i denk, das dr VfB heit zweieins gewinne tut.

Schlimm. Schlimmer. Schdurgd.

Die zweite Hälfte brachte eine Eintracht, die zwar durchaus mitspielte ohne aber Lehmann ernsthaft zu Taten zu zwingen. Die gefährlichste Situation entstand durch Korkmaz, der - für Köhler gekommen - schön in den Sechzehner flankte; Meiers Kopfball aber flog knapp am Tor vorbei. Die größeren Chancen besaß zweifelsohne der VfB, bei dem Hleb nach einer Stunde vom Feld geholt wurde. Nikolov musste kurz vor Schluss innerhalb von wenigen Sekunden gleich drei Mal bravourös reagieren, um die Eintracht im Spiel zu halten. Eintrachttrainer Skibbe holte Caio vom Feld und brachte aus für viele unerfindlichen Gründen Liberopoulos, später kam noch Heller für Jung. Kurz vor Schluss entschied Schiri Drees an der Strafraumkante auf Freistoß für die Eintracht. Da Steinhöfer in Lautern weilte, Caio und Köhler nunmehr auf der Bank, sah sich Libero veranlasst, den Ball übers Tor zu ballern. Aus. Schluss. Vorbei. Verloren. Scheiße.

Wir verließen den Block 40, dackelten im Schatten an der Gegentribüne entlang, während ein Trupp Turtles an uns vorbei hastete. Hinter den parkenden Bussen sollte unser Weg eigentlich Richtung Neckar gehen - die Polizei aber sperrte die Straße, so dass zunächst niemand hindurch kam - dass der Weg nicht nur zum Auto führte, sondern auch auf den offiziellen Parkplatz spielte keine Rolle. Immerhin gestand eine Polizistin, dass wir nicht alles hinterfragen sollen, was gerade so passiert - wir hätten zu absurden Ergebnissen kommen können. Wenigstens wurde nach wenigen Minuten die Straße geräumt, so dass wir nun ungehindert unseren Weg fortsetzen konnten. Weshalb dies 120 Sekunden zuvor nicht möglich war, ist eines der ungelösten Rätsel des Planeten. Auch die zweite Sperre vor der Brücke löste sich mit unserem Eintreffen und nun stand dem Heimweg nicht mehr viel im Weg. Wir wanderten zum Neckar, warfen einen Blick auf die Teststrecke, die direkt daneben verläuft und marschierten an Stuttgarts Main entlang, bis wir zum geparkten Wagen kamen. Der Heimweg führte uns noch zu einer bekannten Hähnchenbraterei am Rande der Autobahn, deren wesentliches Merkmal darin bestand, dass sich der Raucherbereich in einem amerikanischen Schulbus befand.

Heimwärts ging es flott und ohne Probleme - und ohne Punkte, was den Gesamteindruck ein wenig trübte. Am Backstage verabschiedete ich mich von Stefan, der schnurstracks Richtung Heimat düste. Fußball in Schdurgrd - ein Erlebnis auf dass ich gut und gerne verzichten könnte - wenn nicht die Eintracht von Zeit zu Zeit dort aufläuft. Positiv ist letztlich, dass man schnell wieder in Frankfurt ist. Immerhin. Oder: Heidenei.

Kommentare:

  1. Was ist das Gegenteil von einem "Aktivspielpatz", frage ich mich, auch wenn ich Gefahr laufe, zu einem absurden Ergebnis zu kommen. :-)

    Danke, Beve.

    Gruß vom Kid

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  2. ""hieß es noch in der offiziellen Mitteilung seitens der Polizei, dass jene Gaststätte explizit als Treffpunkt für Eintrachtler ohne Karte ausgewiesen wurde, so wollten die Kollegen vor Ort davon nichts wissen. Heidenei.""

    Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass zumindest in BW diese Polizeianschreiben gezielt eingesetzt werden, um Ärger zu provozieren.

    In Hoppenhausen schreibt man fröhlich, wo lang man denn vom Bahnhof zum Stadion laufen darf, wenn das dann aber gemacht werden soll verkünden die vermummten Truppen erst, das dass das nicht geht, und als es dann doch geht, gibt's als Rache Pfeffer & Knüppel.

    Und im Stuttgarter Brief wird neben der erwähnten Kneipe auch höflich darum gebeten, vom Hbf aus doch bitte die S1 bis zur Haltestelle Neckarpark zu nehmen, am Spieltag soll man dann aber plötzlich in einen Sonderzug nach Untertürkheim. Und der fährt dann natürlich völlig deeskalierend im Schritttempo durch die Station Neckarpark (300m zum Stadion) und anschließend weiter bis nach Untertürkheim (>2km Fußweg bis in den Gästeblock). Man läuft ja gern, vor allem an Tagen, an denen wohl so gut wie jeder viel zu warm für's Stuttgarter Wetter angezogen war.

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  3. Soso, heute also mal ein Bericht, der nicht die Sehnsucht weckt, dabei gewesen sein zu wollen. (vgl. Dortmund...)
    ;)

    Und die Schlangen hatte der Zoo tatsächlich "vor den Kassen"!?
    Scheint ja tatsächlich voller Obskuritäten, die Gegend dort.
    ;)

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  4. man bekommt immer wieder den eindruck die polizei in bw und bayern gibt sich trefflich mühe ihren ruf zu verteidigen. ärgerlich.

    genau wie das ergebnis.

    trotzdem danke, beve.

    lg daniel

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  5. Danke.
    Das einzige "Highlight" das fehlt ist der Rückweg nach Untertürkheim. Sei froh, dass Du Dir das erspart hast.
    Ich war froh, als ich im Zug saß.

    Gruß
    christus, offizielle Spätzlepartner von Beves Welt

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  6. Als wäre man dabei gewesen - auch wenn man gar nicht dabei sein wollte. Danke und Gruß.

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  7. @kid
    denselben gedanken hatte ich auch. ich würde mal sagen: passivspielplatz! ;-)
    verloren. ärgerlich, aber kein weltuntergang. die selbstkritik ist da, ich bin gespannt, wie die mannschaft nächsten samstag auftritt.
    heimspiel in frankfurt.

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  8. Vorbei. Verloren. Scheiße. So ist es, Beve. Und das einzige erträgliche an solchen Tagen ist mit Dir auf Reisen zu gehen. Danke, Beve, danke!

    Viele Grüße & weiterhin sichere Straßen,
    Fritsch.

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  9. ich war nicht dieser Thorsten, das wollte ich nur mal gesagt wissen ;-)

    Ansonsten scheinen mir die grünen Jungs ein wenig an der falschen Stelle zu überreagieren, aber das scheint ja gang und gäbe in BW und Bayern

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  10. hier noch was zu den maskottchenwochen:

    http://www.youtube.com/watch?v=9AsRLMrwjlg

    n.

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  11. Viele Dank an den Schreibr vom Berichds. Wie immr saumaessich informadiv und man denkd man war haudnah dabei. Na joo nächschds Schbil wird des au endlich mol wiedr dr Fall soi. Gefühlde 20 Jahre hr als i beim ledzde Schbil war. Dahr Dank Beve

    P.S. Was ein doofer Spätzleübersetzer ;)

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  12. schlangen vor dem zoo, so war es tatsächlich.

    so wie es scheint, habe ich nur die ausläufer der sicherheitstaktik mit bekommen; war schon absurd genug.

    passivspielplätze - das wird es dann wohl sein in diesem land, in dem sie vorgeblich alles außer hochdeutsch können.

    danke und viele grüße

    beve

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  13. Diese Heulberichte kann auch jeder Stuttgarter schreiben wenn er im Frankfurter Kommerzstadion ist. Durfte nicht zum Zug - durfte nicht zum Auto *heul* Meine Güte, ich bin bei genügend Heimspielen der Eintracht gewesen - nicht nur gegen Stuttgart - und da läuft das ganze genauso ab. Aber wenn einer Spaß dabei hat jede Woche Berichte mit der Vereinsbrille zu schreiben, soll er es tun. Die Pfosten gibt es nämlich in jedem Vereinsumfeld. Ok - außer Hoffenheim. Gruß Armin

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  14. Bin ebenfalls VfB-Fan, bin bei jedem Auswärtsspiel dabei und
    lese immer gerne solche Berichte.

    Es ist einfach ein Riesen-Unterschied ob man "normaler" Heimfan
    ist oder Auswärtsfan. Dieses Spiel wurde schon immer als
    Risikospiel eingestuft usw. usw.

    Kann da meinem Vorredner schon bestätigen was mir als Gästefan
    in Frankfurt schon alles vor allem in Hinsicht der Polizei
    widerfahren ist......

    Nicht falsch verstehen: Möchte hier 0,0 pro Polizei argumentieren.

    Der Artikel kommt bisschen so rüber "wie kann man freiwillig
    VfB-Spiele besuchen".

    Und noch ein Hinweis zu den unterschiedliche Preise für die
    gleiche Kategorie:

    Man muss für den Gästeblock einen bestimmten Prozentsatz an
    Tickets zum günstigsten Heimpreis verkaufen. Restliche Plätze
    im Gästeblock müssen einen adäquaten Preis haben.

    In vielen Stadien hat man daher Blockgrößen gezielt danach
    ausgerichtet, in manchen halt nicht.

    Dies führt dazu, dass viele Vereine genau diesen Prozentsatz
    zu dementsprechenden Preis verkaufen, den Rest eben zum
    "normalen" Preis dieser Kategorie. Beispiele sind München oder
    Berlin.

    Und beim VfB ist es halt auch so: Die Kategorie ist normalerweise
    Gegentribüne Seite, weitaus bessere Sicht als in der Kurve.
    Daher gibt man das Pflichtkontingent zu 15,- Euro raus, den
    Rest zu 25,- Euro. Geld zu verschenken hat man halt nicht.

    Kann man auch die Sichtweise haben "ein Teil hat weniger bezahlt"
    als "ein Teil hat mehr bezahlt" :-D

    Wird im neuen Stadion dann anders sein. Da gibts endlich einen
    gescheiten Stehplatzblock mit einem Preis für Gäste + diverse
    Sitplatzkategorien halt.

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  15. ähm - ich bin kein VfB-Fan - sondern bin auch in S für die SGE...

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  16. armin, natürlich habe ich spaß daran, meine heulberichte mit der vereinsbrille zu schreiben. oder vielmehr mit meiner eigener sichtweise. ich schreibe auf, was ich erlebe; letzte woche hamburg und nun stuttgart. die unterschiede im erlebten waren augenscheinlich. und wenn ich in frankfurt absurdes erlebe, schreibe ich dies auch nieder; so what?

    andreas, mir geht es nicht darum, die stuttgarter polizei mit der frankfurter zu vergleichen; jeder auswärtsfahrer weiß, wie schnell das erleben des tages durch fragwürdige sicherheitsvorkehrungen in frage gestellt wird. dies ist aber nicht immer der fall; manchmal ist es ja auch entspannt, wie in hh oder für uns sogar mittlerweile in hannover. für mich ist fußball in stuttgart - sobald das stadion in sichtweite ist - nicht wirklich ein vegnügen. da steht stuttgart nicht alleine da; nach münchen fahre ich nicht mehr.

    zu den preisen sei gesagt, dass ich es als unverschämt empfinde, wenn gleiche plätze zu unterschiedlichen preisen verkauft werden. hoffen wir, dass es nach dem umbau besser wird.

    danke fürs feedback und viele grüße

    beve

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  17. Sehr schöner Bericht wie immer:-)

    ""hieß es noch in der offiziellen Mitteilung seitens der Polizei, dass jene Gaststätte explizit als Treffpunkt für Eintrachtler ohne Karte ausgewiesen wurde, so wollten die Kollegen vor Ort davon nichts wissen. Heidenei.""

    Wusste gar nicht das es so etwas gibt. Habe eigentlich keine Probleme beim Betreten gehabt, SchniPoSa für nen 10er war auch ok. Einlass nach Spielende zum Abschlussweizen ging ebenfalls problemlos.

    Freier Platzwahl war diesmal für mich und mein Sohnemann von Vorteil, weil wir sonst im Affenkäfig in der Sonne am Zaun mit Blick auf einen wohlgerundeteten in Roter Jacke stehenden Security schon sehr eingeschränkte Sichtweise gehabt hätten.

    Die Dauerwerbung nervt gewaltig, ist aber seit Jahren schon so. PinkelKacker, Alb-Gold Premium Mercedes Spätzle....
    Fan des Tages: Spiegelbild unserer Gesellschaft, den Kids kann man so einen Scheiss verzeihen,aber die anderen... nur noch Kopfschütteln.

    Das mit dem 1,5 Stündigen Marsch zum 10 min entfernten Parkplatz ist auch die Regel, diesmal hat das hartnäckige Warten an der ersten Sperre sich gelohnt, nach 10 min hatte der Einsatzturtle nach Studium meines Ausweises mit Angabe des Wohnsitzes Konstanz ein einsehen und lies uns ziehen:-)

    Noch was fanfreundliches im Biederland, war bis anhin für meinen kleinen Autogrammjäger möglich bei vorhandender Lust des jeweiligen Spielers eine Unterschrift auf den Trikot zu bekommen, so haben die Schwaben jetzt den Bus mit Sichtschutzgittern umstellt, so das ein Zuruf an die Spieler unmöglich ist.

    PS.Wenn ich dich beim PSV gesehen hätte, Smalltalk mit einem Süddeutschen(Koi Schwob)ist möglich:-)=

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  18. yep yogi, als wir zum psv kamen, war die szenerie ja auch locker; muss vorher wohl zu konflikten gekommen sein.

    sichtschutzgitter - das ist eine tolle erfindung.

    heidenei :-)

    viele grüße

    beve

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  19. Ich fand das eigentlich ganz nett beim PSV - auch wenn es eher ungewöhnlich war, dort (bzw. beim "spOrt") von so vielen lautstarken Gästefans begrüßt zu werden.

    Was die Betreuung durch die Ordnungskräfte anbelangt, bezweifle ich zwar, dass Stuttgart da viel schlimmer oder auch schelchter organisiert ist als andere "Gastgeber"; hinsichtlich des furchtbaren Rahmenprogramms (Fan des Tages) bin ich indes gänzlich bei Dir.

    Und unabhhängig von unserer unterschiedlichen Perspektive: schöner Text. ;-)

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  20. ja, beim psv war es auch nett, keine frage - ein lichtblick.

    ich erlebe die situation der gästefans aus einem subjektiven blickwinkel. meist sind es die absurditäten, die dich verzweifeln lassen oder aber sinnfrei eingeschränkte wege - in stuttgart häufen sich diese für meinen geschmack. sicher war es nicht dramatisch, aber incl. rahmenprogramm ist der auftritt von euch was die inszeniernug des spiels angeht leider wenig überzeugend. dass es schlimmer geht, zeigt bayern.

    danke fürs feedback und viele grüße

    beve

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  21. Wie gesagt: bzgl. Rahmenprogramm sind wir vollkommen einer Meinung.

    Die organisatorischen Schikanen für Gästefans (bzw. deren Ausmaß im Vergleich zu anderen Stadien)kann ich nicht beurteilen - wobei ich nicht bezweifle, dass es sie gibt.

    Ok, genug Kommentarspam meinerseits.

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  22. Doch Stutt. ist was besonders in der Behandlung der Gästefans.
    Musst mal mit dem Zug anreisen...
    Oder noch besser abreisen.
    Neben mir ging auch ein Stuttgarter, der nicht zu seinem Auto durfte, denn er hatte ein großes "Verbrechen" begangen: er trug einen Eintrachtschal.

    Und liebe Stuttgarter: ich kann mir nicht vorstellen, dass in Frankfuirt gepanzerte Polizisten durch die Gegend rennen und den Schlagstock zücken...
    Ich hatte richtig Schiß, dass ich aus Versehen einen über den Kopf bekomme.

    Und Beve bzgl. den Tickets: meins wurde sehr wohl kontrolliert.
    Durfte nirgends annerster hin als auf den Platz, der drauf stand.

    Allerdings habe ich durch meine Auswärtsdauerkarte auch immer die billigste Kategorie.
    Stand also in der 3. Reihe und war somit auch "mittendrin" als es galt der Schmach des gerippten Rodgauer Banners verbal und mit Drohgebärden zu begegnen.

    wib

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  23. stimmt, die geklaute fahne und das gezacker gabs ja auch noch. und paradise city brettlaut nach spielende. und n paar doofe fangesänge unsererseits. naja, vorbei.

    @ heinzkamke, ich empfinde deine beiträge keineswegs als spam.

    dank und viele grüße

    beve

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