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Samstag, 5. Februar 2011

Was passiert eigentlich ...


... wenn man zu Unrecht von der "Bild" öffentlich angeklagt wird, eine Frau geschlagen zu haben, das anschließende Verfahren wegen Verdachts der Körperverletzung eingestellt wird und derjenige sich dem "Schmuddelblatt" fortan verweigert?

Ein Lehrbeispiel liefert wieder einmal die Bild Frankfurt ab, die nicht nur von Eintracht Stürmer Ioannis Amanatidis Schmuddelblatt genannt wird. Kid hat in der Vergangenheit einige Etappen der Kampagne in seinem Blog festgehalten, nun haben die "Journalisten" MAX SCHNEIDER u. JOACHIM BREMSER ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Wie die "Journalisten" mitteilen baut Amanatidis in Frankfurt ein Haus. Das ist nichts Ungewöhnliches und auch nicht so wahnsinnig neu, schon seit Wochen hängt an der Baustelle ein großes Schild - der Name des Bauherrn ist deutlich zu lesen. Nun aber gab Trainer Michael Skibbe bekannt, dass Amanatidis nach seiner langen Verletzungspause noch nicht so weit sei, für die Eintracht von Beginn an aufzulaufen. Dass das Verhältnis zwischen Ama und Skibbe nicht das Beste ist, dürfte spätestens nach der Absetzung des Griechen als Kapitän kein Geheimnis mehr sein; dass die Bild aber just in dem Moment, in dem die Nummer 18 vom Trainer öffentlich in Frage gestellt wird einen "Artikel" über den Bau des Hauses bringt, scheint kein Zufall.

Denn was schreibt die "Bild"? 0-Tore Stürmer, Ersatzbankdrücker, piekfein, pompös, protzig, ein Klotz - und ganz besonders pfiffig die suggestiven Sätze, die mit drei Pünktchen ... ins Leere laufen, so dass sich der Leser das suggerierte Bild selbst denken kann: Sonder-Clou: Ein „Pkw-Aufzug“, der „Amas“ Luxus-Karossen in die Tiefgarage absenkt...

Ausschnitt


Selbst dem Architekten sei also nicht ganz wohl.

Wir stellen fest, der piekfeine Griechenschnösel, der nicht trifft baut sich seinen Griechenpalast mit Firlefanz- und das womöglich noch mit unserem Geld - oder wie war das neulich noch mit Griechenland und Geld und EU?

Abgesehen davon, dass es relativ egal ist, welcher Fußballer wie wohnt, so ist es kein Geheimnis, dass in der Bundesliga nicht schlecht gezahlt wird - in Frankfurt vielleicht ein bisschen schlechter als in Gelsenkirchen. Nicht erwähnt wird, dass Amanatidis sich in den letzten beiden Jahren nach schwerwiegenden Verletzungen wieder an die Mannschaft heran gekämpft hat und nur wenige Minuten bislang auf dem Platz stehen durfte. Es ist ein Artikel, in dem nichts anderes getan wird, als Amanatidis mit Dreck zu bewerfen und alle Register gezogen werden, die das Buch der Niedertracht bereit hält. Sogar das kleine Zitat von Martin Fenin neben dem "Artikel" scheint kein Zufall, der ehrliche Frankfurter - im Kontrast zum pompösen Griechen - so wird dem Volk klammheimlich suggeriert: Seht her, es geht auch anders. Ehrlich. So Volk, nun haut drauf, auf den 0-Tore Protz - lautet der Tenor, in dem der Neid der Habenichtse geweckt werden soll. Amanatidis soll in der öffentlichen Meinung diskreditiert werden, die Drecksarbeit mögen die Lesern übernehmen, den Brand gelegt und die Parolen geflüstert aber hat die "Bild".

Schmuddelblatt würde Amanatidis sagen und sich weiterhin dem Blatt verweigern. Hat er damit Unrecht? Frage ich euch, nicht zum Beispiel die Herren Lindenberg, Lahm, Westerhagen, Özil oder Frau Schwarzer...